Katholische KiTa St. Josef
"Die kleinen Strolche"
Unterwegs mit den Waldwichteln - den "Waldis"

Die Waldgruppe stellt eine Alternative und Ergänzung innerhalb des Kindertagesstättenangebotes dar. Die Kinder der Waldgruppe entwickeln eine besondere Beziehung zur Natur. Bei Wind und Wetter bietet die Natur mit ihren jahreszeitlichen Facetten den Kindern viele Erlebnisse und Erfahrungsräume. Die verschiedenen Plätze mit ihren Spielqualitäten haben eigene Namen, z. B. Kuhle, Adlerhorst, Entdeckungsplatz, Wurzelplatz, Tümpel. Ein Bauwagen dient als Rückzugsmöglichkeit bei extremen Witterungen.

Über die Beobachtung und sinnliche Wahrnehmung, über Fragen, Gespräche, Hypothesen, Antworten und erfahrendes Handeln wird das Erlebte mit Erklärungen verknüpft, die Kinder verinnerlichen Naturbewusstsein. Sie lernen den behutsamen Umgang und den Respekt vor jeder Art von Leben im Kreislauf der Natur. Bei Wind und Wetter täglich an der frischen Luft zu sein, wirkt sich positiv auf die körperliche Konstitution aus.

Ablauf:

  • Treffpunkt: 8.30 Uhr im Foyer
  • Konferenz: Besprechung der Vorschläge und Wünsche am Besprechungsplatz gegen ca. 09:30 Uhr – Marsch kann länger dauern, da es unterwegs viel zu Erleben und Bestaunen gibt.
  • Frühstück: gegen 09:45 Uhr
  • Unsere Grundsätze: Einhaltung von Hygienegrundregeln, Zeckenprävention und Sonnenschutz
  • Kommunikation: Erlebnisse werden dann mit den ErzieherInnen vertieft. Es werden Bücher angeschaut, Geschichten erzählt, gebastelt und vieles mehr.
  • Das Freispiel: Nimmt einen wichtigen Raum ein. Das naturgegebene Spielmaterial (z. B. Stöcke, Baumstämme mit Wurzeln, Erdhügel, Bucheckern, Rinde etc.) liegen überall bereit. Die Kinder entwickeln phantasievolle Spiele. Manche Kinder beobachten konzentriert und geduldig Insekten, schauen Bücher an oder sie sind in Bewegung: klettern, balancieren, laufen, springen oder genießen die Ruhe unter einem Blätterdach. Die Kinder entscheiden, an welchen Gestaltungsangebot oder Projekten sie teilnehmen möchten.
  • Abschlusskreis: Vor dem Rückweg treffen sich die Kinder zur kurzen Erzählrunde.

Unsere Haltung:

  • Die Möglichkeit im Wald Stille erleben zu können, fördert eine differenzierte Wahrnehmung und Konzentration.
  • Die Kinder können ihr natürliches Bedürfnis nach Bewegung ausleben und eigene Grenzen erfahren.
  • Der Wald bietet genügend Raum und fordert zu differenzierten körperlichen Bewegungen auf.
  • Das Freispiel mit den vorhandenen Naturmaterialien regt die Fantasie und Kreativität der Kinder an.
  • Die Kinder entwickeln eigene Spielideen/Bilder, die handelnd im Spiel umgesetzt werden.
  • Stöcke, Blätter oder Erde können bewegt, verformt, gesammelt und mit ihnen kann gebaut werden.
  • Durch dieses aktive Tun und Gestalten werden Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl entwickelt.
  • Die Kinder können im sozialen Miteinander lernen abzuwarten, Rücksicht aufeinander nehmen, anderen zuhören aber auch eigene Wünsche und Bedürfnisse erkennen und vertreten.
  • Spielsituationen fördern die Kommunikation der Kinder untereinander. Sie tauschen sich aus, einigen sich (lösen Konflikte demokratisch) und setzten ihre Spielideen in die Tat um, was sich positiv auf die Sprachentwicklung auswirkt. Gleichzeitig üben sie sich in demokratischen Verhaltensweisen.
  • Die Kinder erfahren Solidarität und Gemeinschaftsgefühl z.B. beim Bauen einer Hütte.
  • Die Gruppe vermittelt Zugehörigkeit, Zusammenhalt, Wärme und Geborgenheit, so dass jedes Kind seine eigene soziale Rolle einnimmt.
  • Im eigenen Tun durch Erfinden und Ausprobieren wagen Kinder Schritt für Schritt ihre eigenen Grenzen zu erfahren und zu erweitern.

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